Hundwerker-Porträts

Hier stellen wir Euch all diejenigen vor, die leidenschaftlich mit Hunden arbeiten und die wir gewinnen konnten, Euch ihr Wissen aus voller Überzeugung ein Stückchen näher zu bringen.

Ganz gleich, ob es Erziehung, Ernährung, Verhalten oder Gesundheit geht, unsere ausgesuchten Hundwerker haben ihre Berufung gefunden und leben sie :

Michael Grewe

©Heiner Orth

"Ich vermisse in unserer Gesellschaft verantwortliche Menschen, die das Rückgrat haben, für Hunde und ihre Halter auch unpopuläre Aspekte der Mensch-Hund-Beziehung öffentlich zu vertreten!"

Michael Grewe hat die Hundeschule Hundeleben gemeinsam mit Bettina Bannes-Grewe aufgebaut und arbeitet seit über 30 Jahren professionell mit Hunden und Menschen.

Zudem gründete er zusammen mit Dr. Erik Zimen 2003 CANIS-Zentrum für Kynologie, die führende Ausbildungseinrichtung für professionelle und geprüfte Hundetrainer.

Als Dozent und Buchautor hält er landesweit Vorträge und veröffentlicht Stellungnahmen in der Fachpresse. Neben beratenden Tätigkeiten in der Dienst-, Rettungs- und Blindenführhundearbeit ist er wesentlich an der Entstehung des Berufsbildes „Hundetrainer und Verhaltensberater“ in Deutschland und im europäischen Umland beteiligt.

Jörg Horstmann

"Unsere Hunde sind ein Geschenk der Evolution und unsere ziemlich besten Freunde!"

Aufgewachsen in einer beschaulichen, ländlichen Umgebung, hatten wir Kinder immer Kontakt zu den verschiedensten Tieren für die wir auch Verantwortung übernahmen. Hunde waren immer zugegen, entweder in der direkten Nachbarschaft, angrenzenden Bauernhöfen und insbesondere durch einen Züchter von Schäferhunden, mit dessen Welpen und Junghunden wir viel unternehmen konnten und durften.
Mein erster eigener Hund trat vor einigen Jahren in mein Leben. Schnell erkannte ich, dass er einen Teil meiner Seele spiegelte und mich mit seiner Unbekümmertheit immer wieder ein Stück weit in meine Kindheit versetzte, die Welt mit neugierigeren Augen zu betrachten, Freude an ach so winzigen Kleinigkeiten wieder entdecken zu lassen, da sie für ihn alle neu und spannend waren und erkundet werden mussten.
Kurze Zeit später, wie sollte es auch anders sein, kam mein Zweiter hinzu. Der absolute Gegenpol und doch wieder ein Stückchen meiner Selbst, der mich lehrte noch genauer hinzusehen, mich in ganz bestimmten Bereichen zu hinterfragen, mir viele meiner eigenen Grenzen aufzeigte, mich neu orientieren ließ und daher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen wird.

Kurzerhand entschloss ich mich ein Studium zum Tierpsychologen und Verhaltensberater (ATN) in der Schweiz zu absolvieren, um mehr über diese faszinierenden Tiere zu lernen und zu erfahren. In dieser Zeit lernte ich Sabine Padberg kennen, der ich mein Herz ausschütten konnte und die mir, vielleicht damals unbewusst, meinen weiteren Weg aufzeigte, denn es wurde mir klar, dass das Zusammenleben mit Hunden nur ganzheitlich betrachtet werden kann. Somit stand mein Entschluss fest, im Canisland die Ausbildung zum systemischen Coach für Mensch-Hund-Teams zu durchlaufen, nichts ahnend wie weitreichend mich dieser Lehrgang verändern sollte und wie dankbar ich bin, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen und diese heute weitergeben zu können.

Angelika Lanzerath

Angelika Lanzerath lebte schon als Kind mit Hunden zusammen. Heute sind es immer mehrere Kuvasz-Hündinnen, die sie begleiten.

2002 übernahm sie nach langer Zusammenarbeit mit Günther Bloch die Hunde-Farm „Eifel“ Abteilung „Erziehung“ .

Seit 2016 führt sie ihre eigene Hundeschule unter dem  Namen „Hundeschule Angelika Lanzerath“.

Sie ist anerkannte Sachverständige und "sieht sich als Dolmetscherin zwischen Mensch und Hund".

Unzähligen Mensch-Hund-Teams - vor allem mit verhaltensauffälligen Vierbeinern - konnte sie schon Hilfestellung geben. Sie ist Buchautorin und hält bundesweit Seminare und Vorträge zu Themen rund um den Hund.
www.hundeschule-angelika-lanzerath.de

Dr. Iris Mackensen-Friedrichs

Dr. Iris Mackensen-Friedrichs studierte Biologie und Chemie und promovierte in der Lehr-Lernforschung.

Sie absolvierte das CANIS-Studium erfolgreich und ist mittlerweile im engeren Team des CANIS-Zentrum für Kynologie für die wissenschaftliche und inhaltliche Leitung zuständig.

Als Dozentin hält sie u.a. Seminare über die Körpersprache und das Verhalten des Hundes, Lernverhalten, Genetik in der Hundezucht, Verhaltenstherapie und Verhaltensmodifikation.

In der heimatlichen Hundeschule CaniCoach gibt sie Einzelberatung und unterrichtet Mantrailen. Des Weiteren bildet sie für und mit Go.Find. Zentrum für Suchhunde Mantrailtrainer aus. Die eigenen Hunde dürfen einfach Hund sein, sie in die Natur begleiten, und natürlich trailen sie mit ihr gemeinsam leidenschaftlich.

"Mir ist wichtig, dass Hunde Hunde sein dürfen, dass Training und Ausbildung hundegerecht aufgebaut ist und dass Hunde als das genommen und behandelt werden was sie sind: domestizierte hoch sozial lebende Raubtiere mit einem enormen Riechvermögen – nicht mehr aber auch bestimmt nicht weniger!"

Juliane Miorin-Bellermann

copyright: Iris Geiger-Messner

„Was wäre meine Welt ohne die Tiere? Ich glaube, ein farbloser Abklatsch des tatsächlichen Seins.“

Seit frühester Kindheit arbeitet und lebt Juliane Miorin-Bellermann mit Tieren, und auf irgendeine Art und Weise haben sie und die Tiere immer miteinander gesprochen. Dabei haben ihre langjährigen tierischen Begleiter ihr schon früh viele Dinge gelehrt und gezeigt.

Gleichwohl entschied sie sich zunächst für eine Ausbildung im IT-Bereich. Nach überaus erfolgreichen Abschlüssen arbeitete sie mehrere Jahre im IT-Projektmanagement, zuletzt auch in leitenden Positionen. Den Tieren jedoch kehrte sie nie den Rücken: 2004 erlernte sie die Tierkommunikation, zunächst bei von Penelope Smith persönlich ausgebildeten Kommunikatoren, später auch bei ihr selbst. Seit 2005 hat sie in tausenden Gesprächen Menschen die Gedanken und Gefühle ihrer Tiere übersetzt. 2007 beendete Frau Miorin-Bellermann ihre Tätigkeit in der IT-Branche, bildete sich fort zur Pferdeosteopathin (nach Welter-Böller), sowie cranio sacralen Tiertherapeutin. 2008 schließlich absolvierte sie die Fortbildungen um selbst Tierkommunikationskurse nach Penelope Smith halten zu dürfen und gibt seither ihr Wissen an Interessierte und Lernende weiter.

Frau Miorin-Bellermann lebt mit ihrer Familie in Bietigheim-Bissingen. Dort hat sie im Frühjahr 2015 die Human-Heilpraxis Avalon eröffnet, immer mit dem Kernpunkt „Kompetenz für Mensch und Tier“ im Blick.

Dr. Maria Nitzschner

in Abstimmung

Sabine Padberg

"Ich habe den schönsten Beruf der Welt! und wenn ich (m)einem Hund in die Augen sehe, seinen Blick auffange, steigt in mir eine berührende Herzenswärme und Liebe empor. Und dieses Gefühl, diese Verbindung wünsche ich jedem Menschen-Hund-Team."

Bereits in meiner Kindheit faszinierten mich Tiere. Sie hatten eine magische Anziehungskraft auf mich. Besonders Hunde! Alles was mir als Kind wichtig war, konnte ich mit ihnen erleben.

Eines war klar: sobald ich konnte, würde ich ausziehen und einen Hund haben. Und so kam es auch. Allerdings war es nicht nur ein Hund sondern es waren dann vier Hunde zur selben Zeit! Was für ein Erlebnis!

Was ich durch die Hunde lernen durfte, war so enorm und von unbeschreiblicher Bedeutung für mich und mein weiteres Leben.

Ich wurde Hundetrainerin und Tierpsychologin mit dem Schwerpunkt auf Hunde.

Bei meiner Arbeit mit Menschen und ihren Hunden merkte ich jedoch, dass der Hund alleine nicht das Problem darstellte, und so kam es, wie es gekommen ist. 

Das Coaching mit dem Menschen stand im Vordergrund. Ich bezeichnete mich als Dolmetscher. Ich übersetzte die Hundesprache und lehrte die Menschen Signale beim Hund zu erkennen, richtig zu handeln und somit die Beziehung zwischen Mensch und Hund zu verbessern. Der Hund als Begleiter, nicht als Befehlsempfänger. 

Ebenso führe ich Persönlichkeitstraining durch, der Hund als Co-Trainer. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Seit 2004 bilde ich Menschen weiter zum Hundetrainer, besser gesagt zum systemischen Coach für Mensch-Hund-Teams - nach Canisland® www.canisland.de

Das intuitive Arbeiten mit Menschen und Hunden war schon als Kind meine Stärke und faszinierte mich sehr. Mein "Bauchgefühl" hat mir immer den richtigen Weg, nicht nur mit Mensch-Hund-Teams, gezeigt, und auch diese "Wissenschaft" hat mich in ihren Bann gezogen. So kam es, dass ich vor mehr als 10 Jahren anfing mich mit Energiearbeit auseinander zu setzen und ebenfalls Ausbildungen in diesem Bereich zu absolvieren.

Dr. Dirk Roos

in Abstimmung

Nils Steenbuck

„Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Würde der Städter wissen, was er frisst, würde er Bauer werden!"

Frei nach diesem Motto berät Nils Steenbuck als Tierheilpraktiker und Ernährungsberater für Hunde & Katzen seine Kunden und deren Besitzer.

Ursprünglich absolvierte er eine Ausbildung zum Krankenpfleger, um dann seine Fachweiterbildung als OP-Pfleger anzuschließen. Seit einigen Jahren betreibt er nun eine mobile Tierheilpraxis im Raum Ludwigsburg.

Neben seiner Fortbildung zum Tierheilpraktiker standen immer Seminare und Weiterbildungen zum Thema Ernährung im Vordergrund. So absolvierte er den Lehrgang „Ernährung des Hundes/Katze" bei der ATN und war im ersten Kurs Teilnehmer der Ausbildung zum BARF-Berater nach Swanie Simon.

Heute ist Nils Steenbuck auch als Dozent bundesweit aktiv. Neben seiner Dozententätigkeit bei Swanie Simon in der Ausbildung zum BARF-Berater wird er ab 2018 hier auch werdende Tierheilpraktiker mit ausbilden.

Michael Tzschoppe

Michael Tzschoppe gründete 2014 2plus4-Berlin.Von 2014 – 2016 war er Trainer im Team des Dog-Instituts und Mitglied im Trainerverbund von Maike Maja Nowak.

Nach Aufnahme seines ersten Hundes stellte er sich die Fragen: Wie geht man mit einem Hund wesensgerecht um? Welche Bedürfnisse haben unsere vierbeinigen Sozialpartner und welche Konsequenzen entstehen dabei für das Zusammenleben? Viele weitere Fragen und noch mehr Antworten stürmten auf ihn ein.

Immer wieder stellte ihn sein Hund vor scheinbar unlösbare Aufgaben. Intensiv hat er nach Lösungen gesucht, Ansätze und Methoden für sich geprüft. Hierbei stand von Anfang an fest, dass der gemeinsame Weg nur gewaltfrei sein kann. Das Studium von Fachliteratur vergrößerte das Wissen. Eine Ebene, die vom Respekt der Andersartigkeit geprägt ist und die er sich im Umgang mit fühlenden und bewusst agierenden Lebewesen wie unseren Hunden wünschte, erreichte er damit jedoch nicht.

Durch weitere Recherchen wurde er auf das Dog-Institut von Maike Maja Nowak aufmerksam, die ihn durch ihren ungewöhnlichen Ansatz und mit neuen Methoden während eines mehrwöchigen Wochenendkurses überzeugte. Eine mehrjährige Seminar- und Hospitationszeit folgte. In den Jahren der intensiven Beschäftigung mit Hunden lernte er die verschiedenen Kompetenzen dieser Lebewesen kennen und unterscheiden. Das Wesen zu erfassen ist seitdem für ihn die Grundlage des partnerschaftlichen Zusammenlebens von Mensch und Hund.

In den Seminaren von Michael setzen sich die Teilnehmer mit sich selbst auseinander und erhalten einen anderen Blick auf die vierbeinigen Begleiter. Er lernt täglich von und mit den Hunden. "Beobachten ohne zu werten und immer wieder offen zu sein für neue Erfahrungen" sind für ihn die Grundvoraussetzungen von Wissen.

Tina von der Brüggen

"An einem Hund mag ich besonders, dass er mich bedingungslose Liebe lehrt - tagein tagaus, ein Leben lang!"

Martina von der Brüggen fing während ihrer Berufsausübung als pharmazeutisch-technische Assistentin an, sich mit Naturheilkunde zu beschäftigen. Schließlich absolvierte sie eine 2-jährige Heilpraktiker-Ausbildung, die sie 1998 mit der staatlichen Prüfung vor dem Gesundheitsamt abschloss.

Unmittelbar nach der Prüfung belegte sie als Gasthörerin mehrere Semester TCM an der Universität Frankfurt, begann jedoch recht bald, sich der klassischen Homöopathie zuzuwenden. Sie absolvierte eine fundierte Ausbildung in diesem Fachgebiet, an das sich ein Fernstudium zur Tierhomöopathie anschloss.

Doch auch die östliche Medizin spielte weiter eine große Rolle in ihrem Leben. Während in der klassischen Homöopathie der Begriff der “Lebenskraft“ verwendet wird, die Mensch und Tier beseelt, geht man in der Traditionellen Chinesischen Medizin davon aus, dass Gesundheit und Harmonie eines jeden Lebewesens wesentlich vom störungsfreien Fluss der Energie Qi abhängen.

Besonders gut spürbar ist diese Energie beim Heilströmen (auch Jin Shin Jyutsu genannt), mit dessen Studium sie sich seit vielen Jahren beschäftigt.

Den Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht sie darin Tierhalter  und Therapeuten dazu zu verhelfen, die Tier-Mensch-Beziehung aus einem völlig neuen Blickwinkel heraus zu betrachten. Sie vertritt die Auffassung, dass wir ein Tier nicht therapieren können, ohne den Tierhalter als emotionalen Partner mit in die Behandlung einzubinden. Nur wenn beide Partner in ihrer Mitte sind, kann der Tier-Mensch-Verbund optimal funktionieren. Gesundheit und Wohlbefinden sind das Resultat.

Neben der Arbeit in ihrer Praxis ist sie als Dozentin für Tierheilpraktikerschulen und Beisitzende im Komitee für die Durchführung der Überprüfung zum Heilpraktiker des Landratsamtes München tätig.